16. Oktober 2007 von Kerstin
…ist, was Roland Kopp Wichmann gern als 30-jähriger vor der Midlife Crisis schon gewusst hätte. Vieles davon weiß man sicher auch mit 30, dummerweise beherzigt man es aber nur selten. Die Sache mit der polnischen Putzfrau kannte ich allerdings noch nicht ;-)
Was ich gern schon früher - sagen wir mal, mit Mitte 20 - gewusst oder beherzigt hätte? Dass mir der Himmel nicht auf den Kopf fallen wird, wenn ich nicht tue, was andere von mir erwarten. Mehr über eigene Ziele, Werte und Bedürfnisse nachzudenken, anstatt viel zu oft darüber zu grübeln, wie dieses oder jenes Verhalten bei Kollegen, Freunden, Vorgesetzten, Eltern oder wem auch immer ankommt. Das klingt nach “mehr Egoismus”, meint aber neben “mehr Selbstbestimmung” auch mehr wagen, ausprobieren, experimentieren. Denn in der Regel bereuen Menschen, wenn sie auf ihr Leben zurückblicken, kaum Dinge, die sie getan haben, sondern vielmehr das, was sie nicht getan haben.
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01. Oktober 2007 von Kerstin
Der Markt ist voll mit Wunderwaffen der Eignungsdiagnostik, die auf Knopfdruck bunte Grafiken ausspucken, und die angeblich für nahezu alle Belange und Fragestellungen, mit denen Personalverantwortliche zu tun haben, einsetzbar sind. Doch viel zu oft sind die großen Versprechungen und die bunten Bildchen nicht viel mehr als vertriebsorientiertes Blendwerk. Erfrischend einfach erklärt der Wirtschaftspsychologe Stephan Meyer in seinem Fachbeitrag “Scharlatane unterwegs” (Personalwirtschaft 08/2007), welche grundsätzlichen Qualitätskriterien Personalverantwortliche bei der Auswahl eines eignungsdiagnostischen Verfahrens beachten sollten. Lesenswert!
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22. September 2007 von Kerstin
…aber einfach war es diesmal wirklich nicht. Also doch keine Ziegen und Esel, zumindest vorerst nicht.
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22. September 2007 von Kerstin
Wie war das nochmal, als es noch kein Internet gab? Vage ahnen wir, dass das Netz in unserem beruflichen und privaten Leben inzwischen einfach nicht mehr wegzudenken ist. Aber haben Sie schon mal den Härtetest gemacht? Dank der Schwerfälligkeit, welche den Netz- und Telefonanbietern eigen ist, wenn man es wagt, einfach so von A nach B umzuziehen, und nur 6 Wochen Vorlauf für die Einrichtung des neuen Anschlusses einplant, haben wir den Back to Web 0.0-Test gemacht. weiter lesen »
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Bei Stepstone gibt es aktuell ein paar gute Tipps zur individuellen Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche. Häufige Fragen werden nicht nur aufgelistet, sondern mit Anmerkungen und Hilfestellungen versehen, die den Leser an einigen Stellen dazu anregen, sich mit seinem Werdegang, seinen Stärken und Schwächen, sowie mit seinen persönlichen und beruflichen Zielsetzungen auseinander zu setzen.
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Letzten Samstag war Ehemaligen-Treffen meines Abi-Jahrgangs im schönen Lüdenscheid (ja, da ist es wirklich schön, und da stehen auch nicht nur Häuser mit schwarzem Schiefer. Es regnet da auch gar nicht so oft viel öfter, als anderswo). Da bei Psyreon im Moment einige Projekte in der heißen Phase stecken, konnte ich leider nicht dabei sein, und ärgere mich eigentlich immer noch darüber. Selbständigkeit ist ja an sich eine feine Sache, nur ist die Arbeitszeit stark schwankend und nicht immer selbst bestimmbar. Deswegen jammern Selbständige ja eigentlich auch immer. Wenn wir viel Zeit haben, jammern wir, weil wir zu wenig Aufträge haben. Wenn der Laden läuft, jammern wir, weil wir keine Zeit haben…
Aber ich schweife ab. Eigentlich wollte ich nur einen kleinen Gruß an Euch Alt-BGLler loswerden. Habe mir gerade die Zugriffe der letzten Tage angesehen und erfreut festgestellt, dass der eine oder andere von Euch hergefunden hat ;-) Falls jemand letzten Samstag Fotos gemacht hat, würde ich mich über ‘ne mail freuen! Ohne Fotos natürlich auch.
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…und wieder einmal berichtet ein Kandidat über seine Erfahrungen in Assessment Centern zur Bewerberauswahl. Flott geschrieben, viel Wahres dabei, aber dann doch wieder der übliche Bewerbungsratgeber-Murks:
Ein älterer Herr aus der Jury fragte mich nach meinen Schwächen. Wer darauf ehrlich antwortet, ist selbst schuld. Die Frage schreit geradezu nach Heuchelei. Wirkliche Schwächen zu gestehen, wäre ein Fehler. Also antwortete ich: Perfektionismus. Das ist eine gute Schwäche, denn sie signalisiert Einsatzbereitschaft. Ein Assessment Center ist eben auch Show.
Bitte nicht schon wieder! Erstens werden solche Tipps durch ständige Wiederholung auch nicht wahrer, und zweitens: Leute, Personaler sind doch nicht doof! Meinen Sie wirklich, die kennen die Standardantworten aus den schicken Büchern nicht? Ein guter Interviewer fragt an dieser Stelle nach konkreten Beispielen, Situationen, Projekten. Na klar, da können Sie sich auch drauf vorbereiten, ich weiß schon. Sicher ist auch nicht jede echte Schwäche gerade eine, die man im Bewerbungsgespräch frohen Mutes nennen sollte. “Ich komme morgens überhaupt nicht in die Gänge, eigentlich bin ich erst ab Mittags ansprechbar.” kommt sicher nicht so gut an. Um darauf zu kommen, braucht man aber auch keinen Bewerbungsratgeber. Aber warum den Gesprächspartner mit substanzlosen Standardantworten langweilen? Unterstellen wir doch einfach mal, dass die Menschen, die Ihnen im AC gegenübersitzen, Sie kennenlernen möchten.
Aber man sollte sich von einer Absage nicht entmutigen lassen. Schließlich werden nicht immer die besten Bewerber ausgewählt, sondern die, die am besten zum Unternehmen passen.
Ja. Die wollen herausfinden, ob Sie zum Unternehmen passen. Und Sie? Sie sollten herausfinden, ob das Unternehmen zu Ihnen passt. Also setzen Sie sich mit Ihren echten Stärken und Schwächen auseinander, finden Sie heraus, was Ihnen im Job wichtig ist, und bleiben Sie sich selbst treu. Passung impliziert Wechselseitigkeit, und eben diese beidseitige Passung lässt sich nur sinnvoll prüfen, wenn sich Unternehmen und Bewerber halbwegs authentisch präsentieren. Oder wollen Sie für ein Unternehmen arbeiten, dass Sie für jemanden hält, der Sie gar nicht sind?
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15. April 2007 von Kerstin
Leider war es mir terminlich doch nicht möglich, zur re:publica nach Berlin zu fahren. Zum Glück konnte und kann man reichlich mit- und nachlesen und jede Menge Fotos gucken. Schon beeindruckend, was Spreeblick und newthinking da auf die Beine gestellt haben. Ein besonderes Highlight der Berichterstattung in den klassischen Medien ist der Bericht in den Tagesthemen (Video). Herzlichen Glückwunsch nach Berlin!
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05. April 2007 von Kerstin
sind zu 90 Prozent falsch konzipiert, unseriös und/oder wissenschaftlich nicht fundiert. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Schätzungen von Experten der Arbeits- und Organisationspsychologie. Überrascht micht jetzt nicht wirklich. Obwohl… 90% Murks wäre schon beeindruckend schlecht. Ich hätte vielleicht auf 70-80% getippt. Und die Schätzung, dass bis zu 30% des deutschen Mittelstands auf die Sterne vertrauen - sprich, astrologische Gutachten über die Mitarbeiterauswahl entscheiden lassen, die glaube ich dann doch nicht!
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04. April 2007 von Kerstin
Ach, die Dänen werden mir immer sympathischer. Ich hatte mich ja vor einiger Zeit schon für die Rehabilitierung von Nachteulen und Mittagsfrühstückern ausgesprochen, nun zeigen die Dänen, wie es gehen kann: In diesem Jahr starten dort erstmals Spätmorgen-Schulklassen und Arbeitnehmer können Arbeitszeiten aushandeln, die ihrem natürlichen Tages- und Leistungsrhythmus entgegenkommen. Hierzulande verschläft man derzeit höchstens diesen Trend und nicht das Morgengrauen.
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