Premium-Katzencontent oder: Wie wir Klein-Batman vor dem Jägermeister retteten
21. Oktober 2008 von Kerstin
Das hat jetzt mal gar nix mit Psychologie zu tun, also nur weiterlesen, wenn Sie auch andere Interessen und keine Angst vor fliegenden Mäusen haben.
Schon erstaunlich, was Wohnungskatzen so alles erbeuten. Gestern abend waren unsere beiden auf dem - wohlgemerkt komplett eingenetzten - Balkon. Plötzlich ein Poltern, Kater Timmy kommt knurrend ins Wohnzimmer gelaufen, Katze Lina hinterher. Mein Mann und ich folgten dem knurrenden Kater ins Schlafzimmer, wo er uns nach einigem guten Zureden seine Beute präsentierte.

So recht wusste er allerdings selbst nicht, was er damit jetzt anfangen sollte.

Mein Mann griff beherzt zu und rettete den Flattermann vor dem unschlüssigen Kater. Wir verbarrikadierten uns in der Küche und untersuchten Klein-Batman auf etwaige Verletzungen. Leichter gesagt als getan, wer kennt sich schon mit Fledermäusen aus?

Das Tierchen stand völlig unter Schock und lag zitternd auf seiner Hand, machte dann aber zu unserer Erleichterung einen kleinen Rundflug durch die Küche. Nach dieser Demonstration grundsätzlicher Flugtauglichkeit versuchte es, durch einen winzigen Spalt in die nicht ganz verschlossene Spülmaschine zu krabbeln. Wollte wahrscheinlich auf den Schreck erstmal da im Dunkeln rumhängen ;-) Wir holten das Tierchen vorsichtig wieder da raus und hielten es ans geöffnete Fenster. Es dauerte eine ganze Weile, aber irgendwann flog es dann los.

Nach der erfolgreichen Rettung des Flattermanns leisteten wir angemessene Wiedergutmachung beim Jägermeister in Form von Lob und Leckerchen. Kater Timmy hatte aber anscheinend längst vergessen, dass wir ihm seine Beute entrissen hatten, denn nachtragend ist er zum Glück nicht.